domingo, 30 de outubro de 2016

Wo du dich befindest

In seinem Entwicklungsprozess befindet sich der Mensch gerade dort, wo die Voraussetzungen für sein inneres Wachsen am günstigsten sind.
An den Zufall zu glauben widerspiegelt einen beschränkten Begriff von Gottes Gesetzen.
Niemand ist am falschen Ort, ausser wenn aus eigenem Schwachsinn jemand sich dorthin festsetzt. Einige Menschen kommen zum Ort zurück, wo sie ihre Übergriffe ausgeübt haben, andere gehen zu den Gemeinden, wo sie ihren Fortschritt und den der andern fördern können. Andere noch beginnen ihre Erfahrung in fremden Gegenden, damit ihr Bewusstsein reifen kann, und sie ihre Brüderlichkeit entfalten können. Alle aber wachsen unter Umständen und Gelegenheiten, die ihre Lehre begünstigen, auch wenn diese als hart oder streng empfunden wird.

Der Weg zum Licht wird durch grosse Anstrengung und ständiges Beharren im Guten gefunden. Es ist möglich, dass der freché oder dir schlecht gesinnte Verwandte dein ehemaliges Opfer war, der nun aus Unwissenheit sich in deinen Folterknecht verwandelt hat. Der geliebte Freund, aus dem ein Widersacher wird, der dein Herz mit Stacheln durchbohrt, hat schon andere Erfahrungen bei dir gesammelt, als du ihm das Vertrauen missbraucht hast.

Der verfolgungssüchtige Chef, der unerbittliche Meister, der widerspenstige Helfer sind deine Gelegenheiten, dich in Geduld und Ausgeglichenheit zu üben. Sie alle stehen in deinem Pflichtenheft. ...>>
 

Ohne dass du den Grund ahnst, verbindest du dich mit schwierigen Menschen, von welchen du dich nicht trennen kannst. Du lebst an Orten, die dir missfallen und kannst sie nicht verlassen; arbeitest dort, wo du leidest und keine Alternative erkennen kannst.
Wenn du fliehst auf der Suche nach neuen Gegenden und Freunden, erlebst du bald wieder die Fortsetzung desselben Prozesses, der dich befreien möchte.
Öffne dich doch endlich zur Liebe und zum Guten, wo und mit wem auch immer du dich befindest. Lerne Gnaden zu sammeln als pflücktest du Lilien im Sumpf. Erledige deine Pflichten, auch solche, die dich bedrücken, mit der Freude desjenigen, der sich befreit.

Johann Huss, der grosse Neugestalter des Christentums, ging nach Konstanz mit einem Freipass von König Sigismund, um sich gegen schändliche Anklagen zu verteidigen. Betrogen und verlassen wurde er einem ungerechten Urteil unterworfen, das ihm zum Tode verurteilte, nämlich lebendig verbrannt zu werden. Er beklagt sich nicht, sondern betete zu Gott.

Jeanne d'Arc verliess ihr Dorf, liess sich von ihren geistlichen Freunden leiten und wurde in Rouen verbrannt, Folge eines eigenmächtigen Urteils, nachdem sie vom König, den sie in Reims gekrönt hatte, vergessen worden war.
Christoph Kolumbus unternahm mehrere Reisen, nachdem er Amerika entdeckt hatte. Der Neid seiner unwürdigen Freunde beraubte ihm aller Ehren. Er starb fast verwahrlost in Valladolid.
Ignaz Semmelweis beobachtete das Puerperalfieber und empfahl als vorbeugende Massnahme die Asepsie vor der Geburt. Anstelle von Dank erfolgte die Verbannung aus Wien; er starb in Bruxelles.
Viele erlebten das Zeugnis, die Qual und die geistige Verklärung weit entfernt vom Ort, wo sie geboren worden waren und fern von ihren Geliebten.

Das Leben führt das Wesen, das sich biegen lässt, zum Ort, wo sich die besten Mittel befinden für seine Entwicklung. Aus diesem Grund gehe deinen Weg ohne Schatten zu hinterlassen - die später beleuchtet werden müssten - und ohne neue Schulden zusammenzutragen, die der Wiedergutmachung bedürfen. Wo du dich befindest, und mit wem du bist, tue dein Bestes, um deine Verbindlichkeiten aufzulösen.

Die innere Unzufriedenheit drängt dich zum häufigen Wechsel. Weil du übellaunig bist, neigst du zur Kritik, und alles erscheint dir unangenehm und aufreibend. Wenn du dir aber bewusst machst, dass dort, wo du bist, dein Geist Grund hat, sich zu erhellen, wird es dir leichter werden, was von dir erwartet wird, nämlich die Menschen, die in deiner Nähe stehen zu dulden und zu verstehen.

Wenn die innere Sonne leuchtet, verbreitet sich die Helle auch nach aussen und strahlt auf alles. Zünde sie in deinem Innersten an. Jesus verliess seine Stadt und seine Leute, um mit den anderen zu leben, die er in Brüder verwandelte. Er besuchte verschiedene Gegenden in seinem Land, starb und auferstand in Jerusalem, der unbarmherzigen Stadt. Er pries die Liebe und verkündete die echte Brüderlichkeit, die jedes Leben krönen soll.

Joanna de Angelis (Geistwesen)/ Psychographie: Divaldo Pereira Franco


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