terça-feira, 11 de outubro de 2016

Sühne oder Erneuerung?

Unterrichtsplan -  Thema: Sühne oder Erneuerung?

Spiritistische Erziehung
Zielalter: 12 bis 14 Jahre
Einheit: Die Gesellschaft

Unter Einheit: Die Ehrlichkeit

Inhalt

         Jesus lehrte uns: «Tue dem anderen nichts an, was du dich nicht selber wünscht». Folglich dürfen wir niemanden in irgendwelchen Umständen Schaden verursachen, seien sie moralischer oder materielle Art. Wenn der Mensch einmal die Liebe haben wird, so wie sie uns Jesus lehrte, wird die Notwendigkeit der Bestrafungen nicht mehr bestehen.

          Die Erde beherbergt viele unvollkommene, egoistische und begierige Menschen, welche die Rechte der anderen nicht respektieren. Dies solange sie eine Welt der Sühne ist. Aber alle werden sich erneuern, sei es durch das Leiden, das aus ihren Taten folgt, sei es durch das Einsehen des Werts der Brüderlichkeit.

     Die Ehrlichkeit beschränkt sich nicht nur darauf, das materielle Besitztum des Nächsten nicht einzuverleiben, sondern auch alles das zu schützen, was uns nicht gehört.


Einstieg

1.       Mit der Gruppe über die Leute sprechen, welche täglich wegen Diebstahl gefangengenommen werden, die die Gefängnisse überfüllen und verschiedene Mangel leiden müssen. Wenn möglich mit weiterem Material wie Zeitungsartikeln veranschaulichen. Anschliessend Fragen stellen:
·         Diese Leute, als sie dien Diebstahl begangen, wussten sie, dass sie gegen das Gesetz verstossen?
·         Wussten sie, dass sie das Risiko auf sich nahmen, gefangen zu werden?
·         Warum gingen sie trotzdem so vor?
·         Wenn sie an der Stelle des Opfers stünden, wie würden sie sich fühlen?
Ablauft

2.       Gespräch leiten und mit dem ersten Punkt des Inhalts abschliessen.
3.       «Sühne oder Erneuerung?» erzählen.
4.       Zweiter und dritter Punkt des Inhalts vorbringen.
5.       Vorschlagen, dass jeder der Teilnehmer (oder in Gruppen) eine der Haltungen von Ehrlichkeit, welche auf Zetteln in einer Schachtel niedergeschrieben sind, zitiere oder vorspiele.

Sühne oder Erneuerung?

                Früher gab es zwei Schalter in der Bank, um das Volk zu bedienen.
                An einem von denen arbeitete Tobias, ein sehr geschwätziger Mann, der wenig Verstand für die Ziele des Lebens aufwies und der tagelang Geld zählte.
                An der anderen Seite arbeitete Jesuíno, ein Mischling, ein Mann, der gütig und aufgeklärt war, welcher sich nicht entmutigen liess und immer wieder versuchte, den Kollegs für die Realitäten des Lebens aufmerksam zu machen.
                _ Im Leben gibt es eine göttliche Planung. Wir sind für sehr wichtige Taten geschöpft worden.
                _ Oh! Oh! Oh! – lachte Tobias. Gott hat unsere Welt schlecht geplant. Es gibt ein grosses Gestürm vor allem in den heutigen Zeiten. Lass mich in meiner Ecke. Ich will Ruhe.
                _ Du musst über den Schein hinaussehen. Wenn wir in ein Haus eintreten, das in Umbau ist, sieht alles sehr durcheinander aus. Aber, es wird verbessert. Das ist, was auf Erden passiert.
                _ So ein langwieriger/zeitraubender Umbau! Es hat seit je viel Hass, viele Gewalttätigkeit in den Menschen gegeben. Wenn Gott die höchste Güte ist, so wie du es verbreitest, haben seine Kinder nicht die gleiche Tugend geerbt.
                _ Es ist nicht genauso. Die Güte existiert in uns in Form eines Keimes, wie eine göttliche Same. Was geschieht ist, dass Zwischen dem Keim und der Frucht eine grosse Bemühung steckt, die von uns erbracht werden soll. Wir sind Geiser in Entwicklung.
                _ Wenn es so ist, warum überwiegt das Böse auf Erden?
                _ Vielleicht kommt es einfach etwas deutlicher zum Vorschein, so wie die nicht gestimmte Instrumente einer Orchestra. Sie leben auf einer Welt der Sühne, welche noch von auflehnischen und aggressiven Geistern bewohnt ist, die mit den göttlichen Gesetzen noch nicht in Einklang sind. Sie machen viel Lärm. Es gibt aber auch viele Leute die Bereits in einer Phase der Erneuerung sind. Es sind Geister, welche ihre Pflichte erfüllen und das Leben auf eine seriöse Art führen, indem sie das Beste zu tun versuchen.
                _ Oh! Oh! Oh!  Du bist sehr naiv, Jesuíno. Alle sind gut, solange sie nicht auf deine Füsse trampen, oder persönliche Interesse auftreten. Ich sage es dir noch dazu: wenn wir für das Gute geschaffen wurden, wieso sagst du wir seien Geister mit Fabrikdefekt?
                Und so ging das Gespräch weiter. Eines Tages aber, als sie Feierabend hatten, rief Tobias den Kollegen:
                _ Bitte, Jesuíno, komm zu meinem Schalter.
                _ Was ist los? Du bist so bleich.                                             
                _ Mach keinen Spass, es ist ernst. Ich habe einen grossen Unterschied/Defizit. Mein Lohn von sechs Monaten!
                Jesuíno zählte das Geld, überprüfte alles und stellte tatsächlich fest, dass es Geld fehlte.
                _ Es tut mir leid, Tobias, jemand behielt dieses Geld.
                _ Ich bin verloren! Ich habe keine Mittel, um dieses zurückzuerstatten.

_ Ich kann dir einen Teil ausleihen. Doch gibt es eine Hoffnung von zwei Möglichkeiten: wenn die Person, die es mitnahm ein Geist in Erneuerung ist, wird sie es zurückbringen. Wenn sie Sühne leistet, bereit dich vor, es zu zahlen.
                Tobias verbrachte eine schreckliche Nacht, indem er überlegte, wie er das Geld bezahlen sollte. Er stellte sich bereits entlassen vor, seine Kinder an Mangel leidend…
                Am nächsten Tag, gerade als die Bank öffnete, trat eine freundliche alte Frau herein, die sich zu seinem Schalter begann.
                _ Junger Mann, ich glaube Sie haben gestern einen Fehler begangen, Sie haben mir das Check mit einem Null mehr ausbezahlt. Es ist eine enorme Summe. Erst als ich zuhause ankam, bemerkte ich es. Ich bin gekommen, um die Differenz zurückzugeben
                Tobias konnte sich nicht zurückhalten und liess seine tiefe Stimme durch die Bank wiederhallen:
                _ Jesuíno! Jesuíno! Es ist ein Geis in Erneuerung! Es lebe die Entwicklung!
                Endlich fing er an zu begreifen, dass das Benehmen jeder dessen Entwicklungsgrad offenbart.

Richard Simonetti


MÜNZE

Die gemünzten Ressourcen (Mittel) sind wertvoll.
Doch dürfen wir es nicht glauben, dass die materiellen Schätze die einzige Mittel seien, durch die sich die Liebe auf Erden ausdrücken lässt.
Die Kranke halten aus Geiz das Gold zurück.
Überlegen wir uns also, dass nicht immer die geltende Währung die Struktur der Nächstenliebe aufrechtzuerhalten vermag.


ANSTRENGUNG

Das Evangelium ist der Pfeil, der den Weg aufweist.
Was würde aber einem Reisenden nützen, wertvolle Karten zu konsultieren, sich die verschiedensten Details und Notizen zu bemächtige, wenn er sich nie entschliessen würde vorwärtszugehen, um die Teilstrecken zu überwinden, über welche er zu genügend informiert ist?
So ist es mit dem Evangelium.
Es gilt als Hinweis.
Es überhebt nie den Schweiss des langen Marschs.

Übersetzung: Lilian Bertold, 23.11.1996
Quelle: Apostila «Lar Fabiano de Cristo»- 12-14 anos