quarta-feira, 3 de agosto de 2016

Die Undankbarkeit der Kindern den Eltern gegenüber und die familiären Bindungen




UNTERWEISUNGEN DER GEISTIGEN WELT

DIE UNDANKBARKEIT DER Kindern den ELTERN GEGENÜBER UND DIE FAMILIÄREN BINDUNGEN
(Das Evangelium aus der Sicht des Spiritismus, Cap.XIV)

9. Die Undankbarkeit ist eine der Früchte, die am unmittelbarsten aus dem Egoismus gedeiht. Sie rebelliert immer gegen die ehrlichen Herzen. Aber die Undankbarkeit der Kinder den Eltern gegenüber ist von einem noch abscheulicheren Charakter. Unter diesem Standpunkt, den wir besonders betrachten werden, geht es uns darum, deren Ursachen und Folgen zu analysieren. Hier wie überall wirft der Spiritismus Licht auf ein Problem des menschlichen Herzens.

Wenn der Geist die Erde verlässt, nimmt er die Tugenden oder die Leidenschaften mit sich, die zu seiner Natur passen, entweder um sich zu entwickeln oder zu stagnieren, bis er selbst das Licht sehen möchte. Einige sind mit sehr viel Hass und unbefriedigten Rachewünschen gegangen. Aber einigen von ihnen, die weiterentwickelt sind als die anderen, ist es erlaubt, einen Teil der Wahrheit zu durchschauen. Sie erkennen die verhängnisvolle Wirkung ihrer Leidenschaften und treffen dann eine gute Entscheidung. Sie lernen, dass der Weg zu Gott nur über einen Weg führt, den der Nächstenliebe. Es gibt aber keine Nächstenliebe ohne das Vergessen der Beleidigungen und der Beschimpfungen, ohne Vergebung oder mit Hass im Herzen.

Dann, mittels größter Anstrengung, können diese Geister diejenigen erblicken, die sie auf der Erde gehasst haben. Allerdings wird bei diesem Anblick ihre Abneigung wiedererweckt. Sie rebellieren gegen die Idee der Vergebung und des Selbstverzichtes, aber überwiegend gegen die Vorstellung, diejenigen zu lieben, die vielleicht ihren Wohlstand, ihre Ehre oder ihre Familie zerstört haben. Dennoch ist das Herz dieser Unglücklichen erschüttert. Sie zögern, haben Bedenken, kämpfen mit gegensätzlichen Gefühlen. Wenn der gute Entschluss aber die Oberhand gewinnt, beten sie zu Gott und bitten die guten Geister um Kraft für die entscheidenden Momente der Prüfung. ...>>
Endlich, nach einigen Jahren der Meditation und des Gebetes, bereitet sich der Geist vor, einen Körper in jener Familie, in der sich der Hass entwickelt hat, zu beleben. Er bittet die Geister, die beauftragt sind, die oberen Befehle zu erfüllen, um eine Genehmigung für die Rückkehr auf die Erde, damit er das Schicksal dieses zu bildenden Körpers erfüllt. Wie wird nun das Verhalten dieser Person in dem Kreis dieser Familie sein? Es wird mehr oder weniger von dem beharrlichen Festhalten an den guten Vorsätzen abhängen. Der ständige Kontakt mit den Wesen, die man gehasst hat, ist eine furchtbare Prüfung, der man nicht selten unterliegt, wenn der Wille nicht stark genug ist. Je nachdem, ob der gute oder der schlechte Entschluss sich durchsetzt, wird man der Freund oder der Feind derjenigen sein, unter denen man zu leben gerufen wurde. So lässt sich dieser Hass erklären, diese instinktive Abneigung, die man an gewissen Kindern beobachtet und die durch keinerlei früheres Verhalten gerechtfertigt ist. Im Endeffekt könnte nichts aus dieser jetzigen Existenz eine solche Abneigung verursachen. Um sich darüber im Klaren zu sein, ist es notwendig, den Blick auf die Vergangenheit zu richten.

O Spiritisten! Versucht heute die große Rolle der Menschheit zu verstehen.

Wenn ihr einen Körper zeugt, kommt die in ihm inkarnierte Seele aus der Geistigen Welt, um sich zu entwickeln. Seid euch euer er Pflicht bewusst und verwendet all eure Liebe, um diese Seele näher zu Gott zu bringen. Das ist eine Mission, die euch anvertraut wurde und für die ihr belohnt werden sollt, wenn ihr sie treu erfüllt. Eure Vorsorge, also die Erziehung, die ihr dieser Seele gebt, wird ihrer Entwicklung und ihrer Glückseligkeit in der Zukunft helfen. Denkt daran, dass Gott jeden Vater und jede Mutter fragen wird: Was habt ihr aus dem Kind, das ich euch anvertraut habe, gemacht?
Wenn es in seiner Entwicklung aufgrund euerer Fehler stehen geblieben ist, wird es eure Bestrafung sein, dieses Kind unter den leidenden Geistern zu sehen, während es in euerer Hand lag, das Kind glückselig zu machen.
Dann, wenn ihr von Reue geplagt seid, werdet ihr selbst um eine neue Inkarnation für das Kind und für euch bitten. Eine Reinkarnation zwecks der Wiedergutmachung euerer Fehler, in der ihr ihm bessere Vorsorgezuteil werden lasst und in der das Kind, voller Dankbarkeit, euch seine Liebe zurückgeben wird.

Verstoßt nun das Kind in der Wiege nicht, das seine Mutter abstößt, und auch nicht dasjenige, das euch mit Undankbarkeit bezahlt. Es ist nicht der Zufall, der dieses Kind so gemacht und zu euch geführt hat. Eine undeutliche Ahnung hinsichtlich der Vergangenheit enthüllt sich und anhand dieser könnt ihr einschätzen, ob der eine oder andere sehr gehasst hat oder sehr beleidigt wurde, so dass der eine oder andere gekommen ist, um zu vergeben oder abzubüßen. Mütter, nehmt nun das Kind in eure Arme, das euch Ärger verursacht hat und sagt zu euch selbst: Einer von uns zwei hat Schuld auf sich geladen. Macht euch die himmlischen Freuden verdient, die Gott in Verbindung mit einer Mutterschaft gebracht hat, indem ihr diese Kinder lehrt, dass sie auf der Erde sind, um sich zu bessern, zu lieben und zu segnen. Aber oh, viele unter euch, die, anstatt mit Erziehung die angeborenen schlechten Angewohnheiten ihrer Kinder aus früheren Existenzen zu verdrängen, durch eine selbst verschuldete Schwäche oder durch Nachlässigkeit derartige Prinzipien sogar unterstützen und fördern. Aber später werden eure Herzen durch die Undankbarkeit euerer Kinder verletzt. Das wird für euch schon in diesem Leben der Anfang euerer Abbüßung sein.

Die Aufgabe ist nicht so schwer, wie ihr glaubt. Sie erfordert nicht die Weisheit der Welt. Die Unwissenden können sie ebenso wie die Gelehrten erfüllen. Der Spiritismus erleichtert diese Arbeit, in dem er dem menschlichen Herzen die Ursachen der Unvollkommenheiten der menschlichen Seele zugänglich macht.

Schon in der Wiege zeigt das Kind die guten oder schlechten Instinkte, die es aus seinem vergangenen Leben mit sich bringt. Es ist notwendig, sich darum zu bemühen, zu lernen, das zu erkennen. Jedes Übel hat seinen Ursprung in dem Egoismus und in dem Stolz. Beobachtet also die kleinsten Signale dieser schlechten Angewohnheiten, sobald sie sich im Keim zeigen. Bemüht euch sie zu bekämpfen, wartet nicht, bis sie tiefe Wurzeln schlagen. Macht es also wie der gute Gärtner, der den jungen Baum nach und nach zuschneidet, um ihm eine richtige Form zu geben. Wenn ihr zulasst, dass sich Stolz und Egoismus entwickeln, dann wundert euch nicht, wenn ihr später mit Undankbarkeit bezahlt werdet. Wenn die Eltern alles getan haben, um die moralische Entwicklung des Kindes zu fördern und keinen Erfolg damit haben, müssen sie sich keinen Vorwurf machen und können ein reines Gewissen haben. Für den sehr natürlichen Kummer, den sie angesichts des Misserfolges ihrer Bemühungen empfinden, hat Gott einen enormen Trost reserviert. Das ist die Gewissheit, dass es nur eine Verzögerung ihres Projektes ist, das sie in diesem Leben begonnen haben, und dass es ihnen möglich sein wird, es in einer anderen Existenz zu vollenden: Eines Tages wird ihnen der einst undankbare Sohn mit all seiner Liebe danken. (siehe Kap. XIII, Abs 19, S.21 Augen und ihr werdet geduldig warten, weil ihr die Erklärung für das, was euch vorher als Ungeheuerlichkeit auf der Erde vorkam, gefunden habt.

Die Verletzungen, die euch zugefügt wurden, sehen dann für euch wie Kratzer aus. Werfen wir einen Blick auf das Ganze, dann zeigen sich die familiären Bindungen in ihrem wahrsten Sinne. Es sind nicht mehr die schwachen Bindungen der Materie, welche die Angehörige miteinander verbinden. Ihr seht andererseits die dauerhaften Bindungen des Geistes, die sich mit der Reinheit verewigen und festigen, statt sich aufgrund der Reinkarnation loszulösen. 
Die Geister, bei denen die Gemeinsamkeit der Gefühle, die Identität der moralischen Entwicklung und die gegenseitige Zuneigung vorhanden sind, bilden Familien. Dieselben Geister suchen sich auf ihrer irdischen Wanderung, um Gruppen zu bilden, wie sie es in den Geistigen Welten tun.

Sodann entstehen die homogenen und verbundenen Familien. Wenn sie während dieser Wanderung zeitlich getrennt bleiben, treffen sie sich später, glücklich über ihre erreichten Fortschritte. Da sie dennoch nicht nur für sich selbst arbeiten sollen, erlaubt Gott dann, dass die weniger entwickelten Geister sich unter ihnen inkarnieren, damit diese mit Ratschlägen und am guten Vorbild lernen, im Interesse ihres eigenen Fortschrittes. Sie verursachen manchmal Unruhe in dieser Umgebung. Darin besteht aber die Prüfung und hier befindet sich ihre Aufgabe. Nehmt diese also wie Geschwister auf und helft ihnen. So wird sich später, in der Geistigen Welt, die Familie freuen, einige Verschollene gerettet zu haben, die ihrerseits dann andere retten können.
(Hl. Augustinus, Paris, 1862)

Aus das Buch: «Das Evangelium aus der Licht des Spiritismus», Allan Kardec, KAPITEL XIV ‐ Ehre deinen Vater und deine Mutter




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