quinta-feira, 20 de novembro de 2014

Der Geist-Körper

Er ist erstaunlich, wie widerstrebend Leute dem Ausdruck „desinkarnieren“ gegenüber sind. Dieser Widerstand scheint für eine materialistische Person annehmbar zu sein. Letztendlich endet für ihn alles im Grab… Dies sollte nicht dasselbe sein für jene, die an ewiges Leben glauben, unabhängig von der Religion. Wenn wir akzeptieren, dass die Individualität den Tod des physischen Körpers überdauert, dann wird der Ausdruck sich einführen als die Beschreibung des Prozesses, der den Geis vom Fleisch befreit.

Zu einem besseren Verständnis für dieses Thema ist es zwingend, die Existenz des geistigen Körpers oder Perisprit zu beachten, wie Allan Kardec im „Buch der Geister“, Fragen 150 und 150-a erklärt:
„Bewahrt die Seele Ihre Individualität nach dem Tod?“

„Ja, sie verliert niemals ihre Identität. Was wäre die Seele ohne eine Identität?

„Wie stellt die Seele Ihre Individualität fest, wenn sie nicht länger einen materiellen Körper hat?“…

"Sie hat noch einen halbmateriellen Körper ihr zu eigen, den sie aus dem Dunstkreis ihres Planeten schöpft und der die Spuren ihrer letzten Inkarnation enthält; ihren Perisprit“

Fragen 135 und 135a sind auch sehr aufklärend:
„Gibt es etwas im menschlichen Wesen auβer einer Seele und einen Körper?"

„Ja, es gibt die Verbindung durch welche die Seele und der Körper verbunden sind.“

„Kannst du diese Verbindung beschreiben?“

„Es ist halb stofflich, d.h. ein Mittelding zwischen Geist und Körper. Und so ist es notwendig, damit die beiden miteinander verkehren können. Durch dieses Band wirkt der Geist auf dem Stoff und umgekehrt.“

Allan Kardec bemerkt.

„Ein menschliches Wesen ist aus drei grundlegenden Elementen gebildet.

  1. Der Körper, welchen die Menschen mit den Tieren gemeinsam haben. Als solcher ist der Körper durch das gleiche vitale Prinzip belebt, das in Tieren existiert;
  2. Die Seele oder inkarnierter Geist, von welchem der Körper der Wohnort ist und durch welchen er handelt;
  3. Die halbmaterielle Form, Perisprit genannt; er macht die innerste Hülle des Geistes aus und vereint den Geist mit dem Körper.
  4. Es ist hilfreich, uns die dreiergruppenähnliche Anordnung hinsichtlich der Struktur eines Pfirsichs oder einer Aprikose vorzustellen. Im Inneren dieser Früchte gibt es einen Kern, ein innerer keim, welchen wir uns vorstellen können als den Geist. Der Kern ist umgeben von einem Stein oder Perisamen, welcher in uns analog zum Perisprit ist. Sinngemäss ist der Stein umgeben vom genieβbaren Fleisch der Frucht, das vergleichbar zu unserem Körper ist.“

Seit alters her haben Forscher die Existenz eines auβerkörperlichen Körpers eingeräumt, ein Fahrzeug für die Manifestation des Geistes auf der Ebene, auf der er handelt. (In der physikalischen Welt ihn mit dem Fleisch zu verbinden und in der geistigen Welt ihn an die Besonderheiten und Seins der Ebenen anzupassen, wo er seinen Wohnsitzt hat.)

Paulus, der Apostel, weist auf den Perisprit hin, als er im 2. Brief an die Korinther (12,2 bis 4) berichtet: „Ich kenne einen Mann in Christus, der vor vierzehn Jahren in den dritten Himmel geholt wurde. Ob es im Körper war oder auβerhalb des Körpers, ich weiβ es nicht – Gott weiβ es. Ins Paradies geholt wurde. Er hörte unaussprechliche Dinge, Dinge, die dem Menschen nicht erlaubt sind zu erzählen.“

Während seine körperliche Maschine schlafen gelegt wurde um die notwendige Ruhe zu bekommen, reiste Paulus in seinem Geistkörper zu den Oberen Welten, begleitet vom freundlichen Helfern, um wichtige Belehrungen zu empfangen. Im Versuch, die Natur seiner Erfahrung zu erklären, erläuterte er in dem Brief an die Korinther (15,40): „Es gibt himmlische Körper und irdische Körper.“

Solche Ablösungen sind nicht das Privileg von Heiligen. Alle menschlichen Wesen erfahren sie täglich während sie schlafen. Aber wir sind nur in der Lage bruchstückhafte und flüchtige Erinnerungen in Form von Träumen zu bewahren. Wir müssen beachten, dass jedoch die Natur dieser Exkursionen bedingt ist durch die Art unserer Handlungen, die wir ausführen, während wir wach sind. Darum ist der gewöhnliche Mensch, verwickelt in unmittelbaren Vergnügungen, Schwächen und Begierden , die völlig gleichgültig zur spirituellen Selbst-Verbesserung und disziplinierten Gefühlen sind, nicht in der Lage, durch solch erhabene Erfahrungen zu gehen, als die von Paulus berichtete.

Wir alle „sterben“, jeden Tag, während unseres Schlafes. Um jedoch sicher und bewusst in den geistigen Reichen zu wandern, vollen Nutzen zu ziehen von diesen Momenten des Lernens, Arbeitens und Fortschreitens, ist es notwendig, Spirituelle Werte während unserer wachen Stunden auszubilden. Ansonsten werden wir uns in der spirituellen Welt fühlen wie ein Fisch auβerhalb des Wassers.


Autor: Richard Simonetti



Quelle:
Aus dem Buch „Wer fürchtet sich vor dem Tod?“ von Richard Simonetti - Originaltitel: „Quem tem medo da Morte?“,Übersetzung: Christina Renner + Maria Gekeler, Deutsch Auflage, 2009, durch Perisprit-Verlag, ISBN 978 3 981 2233 1-6


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