quarta-feira, 27 de agosto de 2014

Kindermeditation: Die Möwe

Kindermeditationen sind Phantasiereisen, die den Kindern für einen Moment Abstand zum Alltag schenken. Sie regen das Vorstellungsvermögen an, die Kinder können lernen, loszulassen. sie erleben ihre inneren Welten und schöpfen aus sich heraus wieder Kraft für den Alltag.Ihre eigene Kreativität wird gefördert und sie lernen Ideen in positiver Art und Weise umzusetzten. Dabei geht es inhaltlich um vertraute Elemente mit denen sie sich identifizieren können, welche letzlich auch dazu dienen, bewusster und sensibler durch den Alltag zu gehen.So wird  das Einfühlungsvermögen gestärkt, was sich dann im Zusammensein in der Gemeischaft positiv auswirkt. Aus diesem Grund werden in Kindermediationen vor allem die Sinne angesprochen und sensibilisiert.Sie lassen sich in Schulklassen und Kursen, wie Yoga, authogenes Training für Kinder sehr schön einsetzten.

Was gibt es bei Kindermeditationen zu beachten?

Der Raum:
Dunkle den Raum ab, sorge dafür, dass keine störenden Geräusche und Bilder die Kinder ablenken.Es sollte möglichst wenig im Raum sein, was die Aufmerksamkeit ablenken könnte. Also Bücher, Spiele o.ä. sind hier fehl am Platz. Im Klassenraum sollte aufgeräumt sein und nichts mehr auf dem Tisch liegen. Ein sich wiederholendes Ritual, wie z.B den Raum abdunkeln, eine Kerze anzünden und das Ausbreiten von Matten zeigt den Kindern, dass es jetzt ruhig wird.

Das Gespräch davor:
Erkläre den Kindern, was du vor hast. Für viele Kinder ist es eine ganz neue Erfahrung und sie brachen Erklärungen. Du solltest einen Regelplan aufstellen Dieser könnte Z.B. wie folgt aussehen:

Regelplan:
Regel 1 : Während der Meditation wird nicht gesprochen oder gespielt
Regel 2: Während der Meditation darf der Nachbar nicht gestört , also weder angesprochen, noch berührt werden
Regel 3: Während der Meditation wird nicht gegessen oder getrunken
Regel 4: Während der Meditation bleibe an deinem Platz
Regel 5: Auf die Toilette gehe vorher oder hinterher
Regel 6: Wenn die Zymbel ertönt, darfst du wieder reden und dich bewegen
Regel 7 : Wenn du eine Hustenanfall bekommst, der nicht aufhören will, verlasse leise den Raum

Kinder lassen sich noch sehr schnell ablenken. Schon Kleinigkeiten, wie ein Glucksen, Gelächter oder ein Anstossen an einen Gegenstand kann die ganze Gruppe aus der Meditation reissen.

Die Meditation
Die Meditation sollte kurz sein. Nicht länger als 5-7 Minuten am Anfang. Später können es dann 10-15 Minuten sein
Die Kinder sind in der Regel sehr offen und nehmen in der kurzen Zeit so viele Aspekte wahr, dass sie nicht mit zu viel Inhalt überfordert werden sollten.

Einleitung:
Sie dient dazu, das Kind auf die Reise vorzubereiten. Bei Kindern, die noch nie etwas in Richtung gemacht haben, kann eine einfache Entspannung mit der Aufmerksamkeit auf den Atem und den Körper schon genügen.
Mit der Zeit kann diese dann verkürzt werden und eine Phantasiereise folgen.

Hauptteil:
Eine Reise, die immer vertraute Elemente in sich tragen sollte.

Rückführung:
Am Schluss geht der Weg auf jeden Fall wieder zurück, damit die Kinder wieder ganz in der Gegenwart und im Alltag sind.

Danach:
Gib ihnen Zeit und Raum, das Erlebte auszudrücken. Sprecht darüber oder malt ein Bild zur Meditation. Eine andere Möglichkeit ist es, ein Lied, welches zur Meditation passt, zu singen

In den hier aufgezeigten Meditationen wird zudem der Einsatz von Klangschalen in der Meditation aufgezeigt. Sie können aber natürlich genauso gut ohne Schalen und statt dessen mit einer schönen Entspannungsmusik gelesen werden.

Entspannung mit Kindern:
So lege dich ganz bequem hin, so wie du es für eine Weile gut aushalten kannst.
Wenn du deine Position gefunden hast, werde einmal ganz still.
Lausche den Klängen der Klangschalen. Sie werden dich auf deiner Reise begleiten.
Zwei harmonierende Schalen werden leise und gleichmässig ruhig gespielt
Höre, was ich dir nun sage und folge mit deiner Fantasie meinen Worten.
So nimm einmal einen tiefen Atemzug.
Atme langsam aus.
Atme einmal durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus.
Beobachte nun deinen Atem.
Es atmet dich ein und wieder aus.
Ein und aus – ein und aus
Mit jedem Atemzug wird es ruhiger in dir.
Ganz still und ruhig bist du
Dein Körper liegt still und ruhig an seinem Platz
Du fühlst dich sehr wohl und geborgen.
Pause Klangschalen werden langsamer und leiser, klingen aus
Rückführung
Wir wollen nun eine Reise machen:
Beginn der Reise

Die Möwe
Einleitung

Du befindest dich an einem Meeresstrand.
Es ist ein wunderschöner Tag. Die Sonne hat den Sand gewärmt und ein leichter Wind bläst dir angenehm ins Gesicht.
Du hast den ganzen Tag gespielt und sitzt nun glücklich und angenehm müde im warmen Sand.
Da hörst du ein Geräusch. Es scheint von Meer zu kommen. Klangschale wird leise gespielt Es ist ein Klang. Er kommt näher.Schale wird lauter und sanft und gleichmässig gespielt
Da erblickst du über dir eine Möwe. Es ist, als würde der Klang die Möwe zu dir bringen- oder bringt die Möwe den Klang?
Du beobachtest den weiss-grauen Vogel, wie er leicht und sanft über dir schwebt.
Wie das wohl wäre- zu schweben und leicht und frei zu sein wie ein Vogel?
Noch während du dich das fragst, landet die Möwe vor dir im Sand. " Hast du Lust mit mir zu fliegen? Steig auf!"
Du wunderst dich ein wenig. da erkennst du, dass du kleiner geworden bist und du ohne weiteres auf den Rücken der Möwe klettern kannst. Und schon geht es los. Ganz sanft steigt ihr in die Luft. Zweite, höhere Schale kommt dazu
Du fühlst dich ganz leicht.
In den Federn der Möwe ist es warm und kuschelig. Du fühlst dich dort ganz geborgen.
In grossen Kreisen steigt ihr höher und höher.
Du spürst, wie der Wind euch trägt und ihr beginnt mit dem Wind zu spielen.
Auf und ab - auf und ab - auf und ab
Grosse und kleine Kreise - bis über das Meer hinaus - und wieder zurück
Die Sonne am Horizont schaut euch lächelnd zu und du fühlst dich leicht und frei.
Doch dann spürst du ein Grummeln und Knurren in deinem Bauch. Erstaunt stellst du fest, dass du Hunger hast.
Die Möwe hat es auch gehört und bringt dich zurück an deinen Platz. Sanft landet ihr wieder im warmen Sand...
Dann erwachst du. Das war aber ein schöner Traum.
Noch immer spürst du den Wind auf deiner Haut. Schalen werden leiser und  klingen langsam aus. Pause
Dann ist es aber an der Zeit, wieder ganz in der Gegenwart zu sein. Du räkelst und streckst dich. Mit einem tiefen Atemzug öffnest du deine Augen und bist wieder ganz da.