domingo, 2 de março de 2014

Familien erleben Krise von Werten

In den letzten Monaten wurde über viele Mordfälle innerhalb von Familien berichtet. Die gemeldeten Geschichten sind schockierend und, vor allem, sehr traurig, denn sie zeigen, dass viele Werte verloren gegangen sind, oder haben in diesen Heimen sogar nie existiert. Dies verleitet die Mitglieder dieser Familien zu extremen Taten. Solche Tragödien haben immer existiert, aber heute nehmen sie andere Proportionen an, denn sie werden in realer Zeit und globalisiert berichtet. Aber die Wahrheit ist, dass sie heute, in einer Gesellschaft mit materialistischen Werten, einen anderen Beigeschmack bekommen.



Für den klinischen Psychologe Gelson Roberto, des Medizin-Spiritistischen Vereins von Rio Grande do Sul, kann die Familie sowohl ein Schutzfaktor gegen jede Art von psychischer Krankheit, wie auch ein Risikofaktor darstellen, der die Entwicklung verschiedener Fehlfunktionen auslösen kann.

„Wir erleben eine Zeit der Verlassenheit und Mangel an Liebe, Verlust von Werten, von Beziehungen, des Mutes zum Leben, der Hoffnung, Verwahrlosung der anderen und von uns selbst… Es fehlt die Liebe, die versteht, wartet, toleriert, handbietet, pflegt und sich gründlich einlässt. Intensität und Oberflächlichkeit statt Tiefe; Verachtung und Arroganz anstelle Respektes und Demut; Nachlässigkeit statt Fürsorge. Das ist, was wir feststellen”, erklärt er. Zum Schluss sagt er: “Wir müssen uns wieder als Familie wahrnehmen. Sehen, dass jede Gruppe eine Familie ist, dass die Gesellschaft in der wir leben eine Familie ist. Dass die ganze Erde eine grosse Familie bildet, die Seele der Welt, in der alle miteinander verbunden sind. Wir müssen uns als Familie fühlen. Nur so können wir als Stütze für die Familie dienen“, ergänzt er. 

Der klinische Psychologe Rosandro Klinjey Irineu Barros, des Medizin-Spiritistischen Vereins aus Paraiba, stimmt dem Kollege zu und geht weiter: „wir erleben eine Krise von Werten, die alle Gewebe der Gesellschaft erreicht, so dass die Familie, als Zelle dieses Gewebes, sie wiederspiegelt und gleichzeitig solcher Krise erlegen ist. Es handelt sich, meistens, um destabilisierte Familien, in den die Werte der Brüderlichkeit nicht aufgebaut wurden um das Entstehen eines egoistischen Individualismus zu verhindern. Gemäß der Antwort der Geistwesen an Allan Kardec in der Frage 775 im Buch der Geister, wäre die Folge einer solchen Lösung der Familienbande die Verschlimmerung des Egoismus in der Gesellschaft.“ 

Die beste Schule

Es ist allen bekannt, dass die Familie ein Ort der Geborgenheit und der Erholung sein soll, aber sie ist auch die beste Schule. Mit Verschiedenheiten in engem Kontakt zu leben, erzieht sie unsere Gefühle. Im Buch „Der Tröster“ lehrt Emmanuel: „die beste Schule ist immer noch die Familie, wo die Geschöpfe die Basis für die Gefühle und den Charakter bekommen sollen“. Demzufolge, wenn Liebe, moralische Grundsätze und Erziehung fehlen, erkrankt die Familie. 

“Die Religion verbindet den Menschen mit Gott und Seinen Gesetzen. Der Mensch ist seine Schöpfung so wie die Planeten, die Sterne und die Galaxien es sind. Wenn alles im Universum Harmonie ist, sollte es auch in uns Harmonie geben. Also, sollte uns nichts ängstigen, denn wenn wir uns bewusst sind, dass wir Gottes Kinder sind, vertrauen wir uns Ihm an. Jesus offenbarte uns die Unsterblichkeit der Seele und die Glückseligkeit zukünftiger Leben. In der Gewissheit, dank der Offenbarung der Spiritistischen Lehre, dass Gott nicht bestraft, sondern alles dem Gesetz von Ursache und Wirkung unterstellt ist, sind wir in der Lage zu verstehen weshalb wir leiden, und dass der Schmerz (Leid) die Folge unserer unseligen Entscheidungen ist und zugleich, das Instrument unserer eigenen Besserung. Wir sind unsterblich und das Leiden ist vorübergehend. Hätten die Familien, über deren Tragödie berichtet wurde, dies gewusst, hätte es vielleicht ein anderes Ende gegeben. Wer weiß ob nicht eines dieser Kinder nicht für den Unterhalt der Eltern sorgen würde? Wer weiss ob, nach der Überwindung der Not, eine Möglichkeit zu arbeiten nicht gegeben hätte? Derjenige, der an das zukünftige Leben, an die Unsterblichkeit der Seele und an die göttliche Vorsehung glaubt, ist fähig über die schlimmsten Herausforderungen zu siegen“. Dies ist die Analyse von Ana Paula Vecchi, Dr. med., Kinderärztin für Rheumatologe und Mitglied des Medizin-Spiritistischen Vereins von Goias. 

Und wie geht es der Familie?

Von Alberto Almeida 

Wir erleben herausfordernde Tage in denen Familien von den eigenen Mitgliedern zerstört werden, was auf düsteren Zeiten hindeuten, die zur Übergangsphase des Planeten gehören. 

Die Familie wird als ein gesundes System definiert, oder ein ungesundes, je nachdem, ob sie reibungslos oder beeinträchtigt funktioniert. 

Wenn sie gesund ist, sind die Beziehungen reich an Emotionen – ihre Mitglieder kommunizieren offen miteinander und erfreuliche Gefühlsaustausche finden statt. Die Familie ist hierarchischen Funktionen untergeordnet, die gewährleisten, dass die elterliche Autorität (Vater und Mutter) für die Erfüllung ihrer Aufgabe gegenüber den Kindern sichergestellt wird: Schutz, Ernährung, Pflege, Zuneigung, etc. 

In einer ausgeglichenen Familiengemeinschaft gibt es klare Regeln, die die Interaktion zwischen den Untersystemen regeln: das eheliche (Ehegatten), verwandtschaftliche (Eltern-Kinder) und das brüderliche System (zwischen den Geschwistern) garantieren einen reibungslosen Ablauf der häuslichen Aufgaben, dass durch liebevolle Vereinigung ihrer Mitglieder und zugleich von der Differenzierung und dem Wachstum jedes Einzelnen, wahrnehmbar ist. Diese Normen gestalten die mit Verantwortung getragene Freiheit innerhalb der Familie, weil sie Rechte und Pflichten unterliegt, die für alle Familienmitglieder sehr präzise definiert sind. 

Die von den Eltern gegebene ehrenwerte Erziehung bringt moralische Werte und Prinzipien hervor, die sich allmählich in jedes Kind einprägen, und erschaffen ein harmonisches und friedliches Umfeld, das eine Zukunft voller Zuversicht und Glück, für alle, begünstigt. 



Leistung und Verhalten

Wenn die Familie ihre Leistung nicht wahrnimmt, verliert sie ihre Funktion. Sie wird krank und dies wird durch das Verhalten des verletzlichen und sensibelsten Gliedes der Familie ersichtlich, wenn es ein gestörtes Verhalten an den Tag legt. Dieses gestörte Verhalten schwankt von einer einfachen Gereiztheit bis zu einer organischen Krankheit; von einem aggressiven zerstörerischen Verhalten bis zum Drogenkonsum; von einer Gefühlsstörung bis zur psychischen Verstörtheit.

Das kann in den heutigen Tagen beobachtet werden. Mit einigen Ausnahmen leidet die Familie unter der fehlenden Hierarchie Vater-Kinder, mit Verlust der Autorität und Andersartigkeit. Es kommt zu Missbräuche, seien es von Kinder-Diktatoren, die träge Eltern kommandieren; oder durch die Willkür und Gewalt der Eltern, die ihre Kinder mit harten Strafen erdrücken, fern von der guten Erziehung, die sie ihren Kindern bieten könnten. 

Das Zusammenleben zuhause folgt nicht mehr den Bräuchen wie, gemeinsame Mahlzeiten, Gesprächsrunden, gemeinsame Unterhaltung, Begleitung der Hausaufgaben durch die Eltern, gemeinsame Wochenende, Feiern, usw. Vielmehr zeigt der Rückgang dieser Bräuche eine negative Wirkung auf das emotionale Leben, weil kein Platz für seine Pflege und Austausch mehr vorhanden ist. Dies führt unweigerlich zu Gefühlsmängeln. Ohne die seelischen Schäden zu erwähnen, die angesichts der täglichen Probleme entstehen und sich wie Konflikte anhäufen, weil sie innerhalb der zusammengeschweissten Familien nicht mehr angesprochen werden. 

Zu beobachten ist es, dass innerhalb der Familie die Werte auf den materiellen Erfolg zentriert sind. Manchmal werden sogar schlichte moralische Prinzipien dafür geopfert, damit die ausdrücklich kommerziellen Ziele erreicht werden. 

Es zeichnet sich in der Familie grosse Konkurrenz unter den Mitgliedern ab, es fehlt an Solidarität, als wären sie Gegner und nicht zur gleichen Sippe gehörten. Die Nachkommenschaft ist geneigt einer Religion anzugehören, ohne jedoch die wahre Religiosität zu erleben. 

Teufelskreis

Zu diesen Zeiten geschieht es auch, dass die Gesellschaft mit ihren vielschichtigen und manchmal ambivalenten Werten, der Familie durch die sozialen Gruppen aus der sie besteht, das zurückgibt, was sie von ihr bisher erhalten hat, was den Teufelskreis verstärkt. 

Somit:

- Es häufen sich Fitnessstudios um den perfekten Körper zu bauen, aber es fehlt an Investition in das Bildungssystem für die Bildung von gesunden Menschen/Bürgern. 

- Öffentliche und private Fernsehsender zeigen Programme, in denen alles erlaubt ist – von den modernen Gladiatoren bis zum Senden von Nachrichten ausschliesslich über Verbrechen. Dennoch selten sind Initiativen, die kulturelle Programme (wie Dichterkunst, Musik, Malerei, usw.) und edle menschliche Werte, wie es in den Biografien von pazifistischen Grössen, inklusiv jene Nobel-Preisträger, hervorgehoben werden, fördern. 

- Zeitgleich wie die virtuelle Gewalt der Videogames zuhause zunimmt, steigt die wirkliche Gewalt auf den Strassen, sei es im Verkehr, bei Überfälle, Blitzentführungen, usw. Dies trägt zur Steigerung der Unsicherheit und der Angst der Menschen bei, die unter hohem Stress stehen.

- Das Fehlen von passender öffentlicher Politik für Gesundheit, Erziehung und öffentliche Sicherheit, dehnt sich aus und ist bestimmend für Ignoranz, pandemische Erkrankung und psychosoziale Spannung im Volk. 

- Es steigt die Anzahl von Managern und Politikern, die öffentliche Gelder veruntreuen, sich kriminell verhalten und, trotz der Auflehnung der Bevölkerung, straffrei ausgehen. 

Letztendlich ist es nicht erstaunlich, dass die familiäre Struktur, wegen der äusseren Szenarien, unter Druck steht und die häusliche Gewalt zunimmt und gravierende Proportionen annimmt. Insbesondere wenn in der Familie das Verständnis der Reinkarnation vorhanden ist, die ermöglicht dass manchmal unsympathische oder sogar feindlich gesinnte Geistwesen in die gleiche Familie wiedergeboren werden, mit dem Ziel lang zurückliegende vernachlässigte Versöhnungen zu verwirklichen. Weil diese Geistwesen (jetzt als Familienangehörigen) in den Familien nicht die nötige Liebe finden, die ihnen die befreiende Vergebung ermöglicht, können sie zu negativen Verhaltensweisen von früher neigen, und Konflikte aus der Vergangenheit wieder aufleben lassen, deren Folgen nicht vorauszusehen sind. 

Ebenso wenig sollte man die negativen spirituellen Einflüsse vergessen, die die mangelnde Selbstanalyse, Wachsamkeit und Gebet, wie von Jesus vermittelt, nutzen um die Aggressivität bis zur Ebene der Kriminalität zu maximieren. Das zeigt die bedauerliche Zusammenhalt losigkeit zwischen Familienmitgliedern selbst und auch mit den Schutzgeistern, die vergeblich versuchen ihre Schützlinge im Namen Gottes zu leiten. 


Alberto Almeida ist med. Homöopath, Familien- und transpersonalen Therapeuten
Spiritistische Magazin – Oktober 2013

Quelle:
http://www.folhaespirita.com.br/v2/node/632 

<< Home       <<Deutsch      << Archiv-Deutsch