terça-feira, 4 de junho de 2013

Die Zaubersteine

Peter war ein Junge dem nichts fehlte. Er hatte eine Familie die ihn liebte, eine Mutter die ihm sich widmete, einen Vater der Verständnis für ihn hatte und Brüder die ihn liebten und alles für sein Wohlergehen machten.    
    
Peter war aber immer böse. Wenn ihn jemand was fragte, antwortete er immer mit schlechter Laune. Wenn er seine Familienangehörige um etwas bat, war er immer fordernd und anspruchsvoll,
und falls er nicht sofort bedient wurde, fing er an genervt zu schreien.

Wenn seine Wünsche bedient wurden, sprach er nie Worte des Dankes aus, als ob alle die Pflicht hätten ihm zu dienen. Und wenn er was Falsches tat entschuldigte er sich nicht. 
Peters Benehmen war so anstrengend, dass die Familienangehörige und Schulfreunde sich vor Angst vor seinen Reaktionen von ihm etwas fern hielten. 
 
Eines Tages kam Großvater Johan daher und sah Peter traurig am Tor sitzen.

„Was ist denn passiert, Peter?“ fragte er.

Der Junge erhob sein Kopf um den Großvater anzuschauen und antwortete traurig:

„Ich will spielen Opa, aber keiner will mit mir spielen! Meine Freunde sind verschwunden!...“

Der Großvater ging mit seinem Enkel bis zur Bank im Garten, umarmte ihn und fragte ihn erneut:         

„Warum haben sich wohl deine Freunde von dir entfernt, Peter?“

„Ich weiß es nicht Opa.“

Der Großvater dachte etwas nach und sagte:

„Peter, unsere Familie und Freunde sind wertvolle Schätze, die uns Gott gegeben hat, und auf die wir besonders gut aufpassen müssen. Aber ich habe die Lösung für dein Problem.“

„Wirklich Opa?“

„Ja! In ein paar Tagen ist doch dein Geburtstag, oder? Also, werde ich dir ein Zaubergeschenk machen!“

Die Augen des Jungen leuchteten:

„Zaubergeschenk?... Ein Zauber!... Was ist es?”

„Du wirst es sehen. Warte es ab! Jetzt wollen wir rein gehen, ich muss mit deiner Mutter reden.“

Während der Großvater und die Mutter sich bei einer Tasse Kaffee unterhielten, rannten Peters Gedanken und Vorstellungen frei wie der Wind daher. Er war neugierig und wollte wissen, was das für ein Geschenk sein sollte, welches ihm der Opa schenken wollte. Er versuchte es herauszufinden, aber es war nichts zu machen. Der Großvater gab ihm keinen Hinweis.

Peter konnte es kaum erwarten und die Tage bis zu seinem siebten Geburtstag vergingen nur sehr langsam.

Bis endlich der große Tag da war. Peter erwachte voller Begeisterung. Er wusste, dass er so einiges geschenkt bekommen würde, dachte aber nur an das Geschenk von Opa Johan.
Der Opa war auch schon früh da und hatte ein Packet, in schönem Geschenkpapier gewickelt, mitgebracht.
Nachdem er den Enkel zärtlich umarmte erklärte er:

„Peter, hier ist dein Zaubergeschenk. Du sollst gut darauf aufpassen. Wenn du dich für eine Haltung entscheiden musst, denke daran es zu nutzen. Es wird immer die richtige Antwort haben, für das was du brauchst. Wenn du dich daran hältst, wird es dir ein Leben lang nützlich sein.“

Aufgeregt entfernte Peter die rote Schleife und zerriss das Geschenkpapier. Der Atem stockte ihm, als er eine wunderschöne Holzkiste sah. Eigentlich eine Schatulle mit einem Schloss und Schlüssel
Ungeduldig nahm er den Schlüssel und öffnete die Schatulle. 

 
Überrascht fand er darin einige bunte Steine. Jeder Stein hatte eine andere Farbe und Form, aber alle Steine waren wunderschön, mal weiß, rosa, blau oder lila. Sie waren glänzend und fein poliert.   
Peter war entzückt. Er liebte Steine!

Als er ein in die Hand nahm, bemerkte er, dass darauf etwas geschrieben stand.
„Da steht was drauf, Opa!“

„Ja, Peter. Du wirst sehen, dass auf jedem Stein ein anderes aber nicht weniger wichtiges Wort steht. Es sind Zauberworte, die dir die Türen zu den Herzen der Menschen öffnen werden.“
„Wirklich?”...

„Ja, da kannst du drauf wetten!“

Voller Interesse nahm das Kind den ersten Stein und las:

„Dankeschön.“

In diesem Augenblick erinnerte er sich, dass er sich bei dem Großvater noch nicht Bedankt hatte.
„Danke für das Geschenk, Opa!“ sagte er und umarmte ihn.

Danach untersuchte er den Inhalt der Schatulle weiter, betrachtete jeden Stein genau und las:
„Entschuldigung. Bitte. Darf ich? Ich mag dich. Guten Morgen. Guten Tag. Guten Abend.” 

Nachdem er alle gelesen hatte, senkte Peter den Kopf als er die Absicht von seinem Großvater verstand. 

Die Mutter, die alles beobachtet hatte, war von der Feinfühligkeit und Kreativität von ihrem Vater gerührt. Als Peter sie sah lief er zu ihr:

„Ich weiß, dass ich mich letztens schlecht verhalten habe, Mama. Entschuldigung. Danke für das Geburtstagsfest, das du für mich vorbereitet hast.“

Die Mutter umarmte den Jungen voller Liebe.

„Alles was ich für dich mache, ist weil ich dich sehr liebe, mein Kind.“  

Nachmittags kamen die geladenen Gäste und Peter stand an der Haustür um sie zu empfangen. Er bedankte sich bei allen für die Anwesenheit mit einem Lächeln und Benahm sich so gut, dass alle sich ihm näherten und wahre Freude an seiner Gesellschaft hatten.

Und als er die Kerzen auspustete und alle das Geburtstagslied für ihn sangen war er sich sicher, dass er glücklich sein würde.  

Von diesem Tag an trennte sich Peter nicht mehr von seiner Schatulle mit den wunderschönen bunten Steinen.

Auch wie er schon groß war und zur Universität ging war die Schatulle immer bei ihm. So vergaß er nie, wie er mit den Menschen umgehen sollte. 
 
 Meimei
 
 (Diese Botschaft wurde von Célia Xavier de Camargo am 03.01.2011 empfangen)   



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